Kreditkarten-Gebühren

Bank zieht Kunden zu viel Geld aus der Tasche

onlineurteile.de - Banken erleiden mit ihren vielfältigen Gebührenforderungen bei Gericht immer wieder Schiffbruch. Diesmal ging es um Gebühren für Kreditkarten. In Kreditkartenverträgen war vorgesehen, dass die Benutzer neben einer festen Jahresgebühr eine weitere Vergütung zahlen sollten: 2,39 Prozent des jeweils im Ausland getätigten Kartenumsatzes. Diese zusätzliche Gebühr hielt ein Verbraucherschutzverein für unzulässig und klagte gegen die Bank.

Das Landgericht Hamburg entschied, dass die zusätzliche "Auslandsgebühr" rechtswidrig ist (324 O 220/95). Die Bank dürfe sie in Zukunft nicht mehr von den Kunden verlangen. Banken machten für ihre Kreditkarten explizit Reklame mit dem Versprechen, sie seien "weltweit einsetzbar".

Der Durchschnittsverbraucher gehe also davon aus, dass er mit der Jahresgebühr alle Leistungen vergüte, die sein Kreditinstitut im Zusammenhang mit dem zweckmäßigen Einsatz der Karte erbringe. Eine zusätzliche Gebühr für Auslandsgeschäfte benachteilige die Kunden unangemessen und verstoße gegen das Prinzip von "Treu und Glauben".