Bänderriss beim Äpfelschütteln

Kurzartikel

onlineurteile.de - Wenn ein Unternehmer bei dem Versuch, auf dem Grünstreifen zwischen Firmengelände und Straße mit einer Hakenstange Äpfel von einem Baum herunterzuschütteln, einen Bänderriss erleidet, stellt das keinen Arbeitsunfall dar. Die gesetzliche Unfallversicherung muss für Behandlung und Rehabilitationsmaßnahmen nicht aufkommen, weil Äpfelschütteln nicht zu den versicherten Tätigkeiten eines Unternehmers gehört. Dass der Verletzte den Grünstreifen aus beruflichen Gründen gepflegt haben will, damit das Grundstück ordentlich aussieht, ändert daran nichts: Ein gemähtes Grundstück wird von den Firmenkunden auch dann als gepflegt wahrgenomen, wenn Äpfel auf der Wiese liegen. Apfelernte ist eine unversicherte Freizeitbeschäftigung.

Urteil des Sozialgerichts Heilbronn
Aktenzeichen: S 6 U 1056/14
Entscheidungsdatum: 04.11.2014
Urteilnummer: 54159