Aufmüpfiger Arbeitsloser darf in Urlaub fahren

Kurzartikel

onlineurteile.de - Das Jobcenter darf einem arbeitslosen Familienvater nicht das Arbeitslosengeld II für drei Wochen streichen, der ohne Genehmigung drei Wochen in Urlaub gefahren ist. Hier könne es nicht darum gehen, "unbotmäßiges Verhalten" zu bestrafen, urteilte das Sozialgericht: Es komme allein darauf an, ob der Ortswechsel die Chance des Arbeitslosen auf einen Job ernsthaft beeinträchtigt habe. Das treffe nicht schon dann zu, wenn — wie hier — noch zwei Bewerbungen offen seien.

Urteil des Sozialgerichts Dortmund
Aktenzeichen: S 19 AS 3947/16
Entscheidungsdatum: 16.12.2016
Urteilnummer: 54868